Geschichte

- © gabriele Planthaber / PIXELIO
Lübeck wurde wie viele Kommunen im Norden Deutschlands im 8. und 9. Jahrhundert während der Regentschaft Karls des Großen von slawischen Einwanderern gegründet. Im 10. Jahrhundert waren Lübeck und Oldenburg die unbestritten wichtigsten Städte im Norden Deutschlands. Nach einer Zerstörung der Stadt im Jahr 1127 wurde Lübeck in der Mitte des 12. Jahrhunderts auf ihrem heutigen Gebiet an der Ostsee neu gegründet und wurde der erste deutsche Ostseehafen. Ein Meilenstein auf dem langen Weg Lübecks war die Verleihung des Stadtrechts 1160, das sie Grundlage für die kaufmännischen Aktivitäten der Bewohner bildete. Die Städtehanse als wichtigster Handelsverbund bildete sich im 13. Jahrhundert aus. Lübecks Bedeutung in der Hanse war Grundlage für den Reichtum, mit dem sich die Stadt im Mittelalter schmücken konnte. Den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges entging Lübeck durch die politisch streng neutrale Haltung seiner Stadtväter. Auch im Siebenjährigen Krieg ab 1756 gelang des der Stadt, neutral zu bleiben. Beim Wiener Kongress 1815 wurde Lübeck dem Deutschen Bund zugeordnet. Von der Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts konnte die Hansestadt überdurchschnittlich profitieren. Die Stadt dehnte sich flächen- und bevölkerungsmäßig stark aus. Die Bombenschäden des Zweiten Weltkriegs wurden in der Folgezeit behutsam behoben. Flüchtlinge aus den Ostgebieten sorgten für eine erneute starke Bevölkerungszunahme.