Historische Bauwerke

© gabriele Planthaber / PIXELIO

1987 wurde die historische Altstadt Lübecks von der UNESCO als Weltkulturerbe eingestuft. Das einheitliche Ensemble der historischen Bürger- und Sakralbauten gibt ein unvergleichbares städtebauliches Zeugnis einer Hansestadt aus der Blütezeit des späteren Mittelalters. Die Gebäude wurde über die Jahrhunderte hinweg gepflegt und die Lücken nach dem Zweiten Weltkrieg behutsam und konsequent wieder restauriert. Weltbekannt ist das Holstentor, das zwischen 1464 und 1478 als Symbol für die Befestigungsanlagen der blühenden Hansestadt errichtet wurde. Das Gewicht des Bauwerks und die Bodenbeschaffung sind für die zunehmende Schräglage des Tors verantwortlich. Die Silhouette der Stadt wird auch von den aufragenden Türmen des romanischen Doms zu Lübeck bestimmt, der etwa 1230 fertig gestellt worden ist. Ein Musterbeispiel für sakrale Backsteingotik ist die imposante Marienkirche zu Lübeck, die als Kirche des Lübecker Rates errichtet worden ist. Die hundertjährige Bauzeit der Marienkirche begann um 1250. Das Lübecker Rathaus gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt, da es immer wieder verändert worden ist und Baustile vom 13. bis zum 19. Jahrhundert repräsentiert. Die zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert errichteten Backsteingiebelhäuser, die den historischen Salzspeicher darstellen, sind ein anschauliches Industriedenkmal und ermöglichen eine Zeitreise in das pulsierende Wirtschaftsleben der Hansestadt im Hochmittelalter. In der Schiffergesellschaft wurden schon im 16. Jahrhundert anzügliche Seemannsgeschichten erzählt.